Ein besonderes Erlebnis in unserem Veranstaltungskalender im Jahr 2019 war mit Sicherheit die Tagung in Wien, zu der wir nicht nur zur Lesung aus "Lilium Rubellum" und "Weitertragen" eingeladen waren, sondern auch eine Lesung aus
"Der verlorene Stern" (Kathrin Schadt) und eine Fotoausstellung zum Thema Schwangerschaft - Neugeborenen - Stenrenkinder (Carolin Erhardt) stattfand. Außerdem war es unsere erste Einladung außerhalb von Deutschland. :)
Im Laufe des Tages hatten wir einen Informations- und Büchertisch, was immer tolle Grundlage für intensive Gespräche, Beantwortung von Fragen und Vernetzung/ Austausch von Kontaktdaten darstellt. Gleichzeitig konnten wir allen anderen wertvollen und wirklich guten Beiträgen an diesem Tag folgen.
Am Nachmittag dann schlossen wir mit unserer kombinierten Lesung von diesmal 90 Minuten die Veranstaltung. Es hätte nicht schöner sein können! Vielen Dank an die Veranstalter*innen, es war uns eine Ehre. :)
Die auf der Seite der
Aktion Leben veröffentlichen Ergebnisse der Tagung, also die formulierten 'Wünsche', teilen wir hier gern:
Fünf Forderungen an die Politik
Im Eindruck der Referate über die aktuellen Entwicklungen in der
Pränatalmedizin, der Beratungs-Situation und den
Unterstützungsmöglichkeiten für Eltern behinderter Kinder formulierten
die TeilnehmerInnen folgende Forderungen an die Politik:
- Gute Begleitung von Eltern darf kein Zufall mehr sein:
Ausbau und Finanzierung spezialisierter, bindungsorientierter,
ergebnisoffener, psychosozialer Beratungsstellen für schwangere Frauen
und werdende Väter, die auch speziell bei auffälligen Befunden beraten
können. Hinweis darauf im Mutter-Kind-Pass. Finanzierung von
PsychologInnen an Pränatalzentren und Orientierung an
Modell-Einrichtungen wie aktion leben.
- Massiver Ausbau von Therapieplätzen für Kinder: Es fehlen
rund 60.000 Therapieplätze für Kinder jährlich. Bewusstseinsbildung über
die Folgekosten, wenn Kinder oft monate- oder Jahrelang auf Therapien
warten müssen.
- Entlastung von Eltern von behinderten Kindern durch Ent-Bürokratisierung: Einrichten einer Anlaufstelle für Eltern mit behinderten Kindern nach dem One-Desk-Prinzip, wie schon oft im Regierungsprogramm angekündigt.
- Ausbau von Palliativstationen für Kinder und Information von
ÄrztInnen und Eltern über Möglichkeiten der palliativen Betreuung von
Kindern, die nach der Geburt versterben.
- Transparenz als Voraussetzung für Entscheidungsprozesse herstellen:
Es fehlen verfügbare Zahlen, Daten, Fakten über Anzahl von
pränataldiagnostischen Untersuchungen, auffälligen Befunden, erfolgten
Therapien und deren Verlauf, Schwangerschaftsabbrüchen.
https://www.aktionleben.at/site/presse/pressemeldungen2019/article/682.html